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Steigende Energiekosten und ineffiziente Verbrauchsmuster stellen viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vor große Herausforderungen. iMTED bietet dafür eine smarte Lösung: Das Startup analysiert bestehende Energiedaten, erkennt Ineffizienzen in Echtzeit und unterstützt Organisationen dabei, ihren Energieverbrauch besser zu verstehen und Kosten zu senken, ganz ohne zusätzliche Hardware. Im Interview beantwortete das Team die bekannten zehn GründerView-Fragen.

Euer Startup in einem Tweet?

iMTED verwandelt Energiedaten in Entscheidungen. Wir erkennen Anomalien, prognostizieren den Bedarf und helfen KMU sowie öffentlichen Einrichtungen, ihre Energiekosten um bis zu 20 % zu senken – ganz ohne zusätzliche Hardware.

Wie ist eure Geschäftsidee entstanden; was war der initiale Funke?

Die Idee entstand beim Sustain(ATHON) 2023 an der Universität Stuttgart. Dort wurde ein wiederkehrendes Problem deutlich: Öffentliche Einrichtungen und KMU verfügen zwar über viele Energiedaten, können daraus aber kaum konkrete Maßnahmen ableiten. Bestehende Systeme sind oft langsam, reaktiv und mit hohem manuellem Aufwand verbunden. Seitdem entwickeln und verfeinern wir iMTED gemeinsam mit realen Nutzern und Pilotprojekten. So können Organisationen Ineffizienzen in Echtzeit aus bestehenden Smart-Meter-Daten erkennen.

Wie groß ist euer Team, wer gehört dazu und wie habt ihr euch gefunden?

Aktuell sind wir ein Team von fünf Personen, darunter drei Co-Founder, und wir wollen weiterwachsen. Zwei der Gründer haben sich beim Sustain(ATHON) kennengelernt und treiben seitdem die Vision voran. Ich kam über eine gemeinsame Verbindung dazu, und schnell wurde klar, dass wir die gleiche Vision teilen. Unser CEO konzentriert sich auf Energieeffizienz und Optimierung, unser CTO ist auf KI-Modelle spezialisiert und hat unseren physikbasierten Ansatz entwickelt, und als CPO verbinde ich Marktanforderungen mit der technischen Lösung.

Wer profitiert von eurer Idee und warum?

Unser Fokus liegt auf KMU und öffentlichen Einrichtungen, insbesondere auf Energie- und Facility-Managern. Viele bestehende Lösungen sind entweder zu teuer oder im Alltag nicht zuverlässig genug. iMTED schließt diese Lücke mit einer bezahlbaren und verlässlichen Lösung, die hilft, Ineffizienzen frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag zu SDG 7, indem wir eine effizientere und nachhaltigere Energienutzung unterstützen.

Wie sieht euer Arbeitsalltag aus – gibt es überhaupt schon so etwas wie einen „Alltag“?

Wir starten mit einem kurzen Check-in, um Prioritäten abzustimmen, aber darüber hinaus gibt es keinen festen Ablauf. Dinge ändern sich schnell, und Aufgaben verschieben sich je nach Dringlichkeit und Kapazität. Es ist unvorhersehbar, aber wir haben gelernt, damit umzugehen. Diese kontrollierte Dynamik bringt uns letztlich voran.

Weshalb habt ihr euch für einen Accelerator wie das CyberLab entschieden?

Wir befinden uns aktuell in der finalen Phase unserer Go-to-Market-Strategie und bereiten unseren BW-Pre-Seed-Antrag vor. Deshalb haben wir gezielt nach einem Accelerator gesucht, der uns genau in dieser Phase unterstützt. Das Netzwerk, der Zugang zur Industrie und die erfahrenen Mentorinnen und Mentoren des CyberLab haben uns überzeugt. Es zeigt sich bereits, dass das der richtige Schritt war.

Welches Startup hat euch am meisten begeistert oder inspiriert?

Ein Startup, das mich besonders inspiriert hat, ist PayPal. Es ist in einen bereits etablierten Markt eingestiegen und hat Finanztransaktionen deutlich einfacher und zugänglicher gemacht. Diese Denkweise prägt auch unseren Ansatz bei iMTED. Im Energiemanagement gibt es bereits starke Lösungen, aber viele sind zu komplex, sodass wichtige Funktionen kaum genutzt werden. Wir setzen darauf, Energiemanagement einfacher und intuitiver zu gestalten, damit es tatsächlich im Alltag eingesetzt wird.

Was ist der nächste große Schritt?

Der nächste große Schritt ist der Übergang von Pilotprojekten zu zahlenden Kunden. Unsere Lösung hat sich in realen Anwendungsfällen bewährt, und jetzt geht es darum, diese Traktion in nachhaltige Umsätze und langfristige Partnerschaften zu überführen.

Über welche Stolpersteine musstet ihr während der Gründung steigen?

Eine der größten Herausforderungen war es, als Team von Gründern mit Migrationshintergrund ohne bestehendes Netzwerk bei null zu starten. Das bedeutete weniger direkte Zugänge und die Notwendigkeit, eigene Einstiegspunkte über Wettbewerbe und Accelerator-Programme zu schaffen. Es war nicht einfach, hat uns aber von Anfang an gezwungen, hartnäckig und einfallsreich zu sein.

Habt ihr einen Rat oder Tipp an andere Gründer:innen?

Startups bringen Unsicherheit, Ablehnung und Druck mit sich. Das sollte man früh akzeptieren. Je schneller das gelingt, desto leichter fällt es, fokussiert zu bleiben und konsequent weiterzumachen.